Skip to main content

Bewegte Begegnungen in der Südstadt

Tanz, Musik und Spiel bringen uns zusammen!

projektgebiet karte

Das Projekt

Als Asyl- und Migrationszentrum ist es uns ein besonderes Anliegen, den Kontakt zwischen Einheimischen und Neuzugezogenen zu verbessern. In unserem Viertel sind wir insbesondere unter den Migrant*innen bekannt und eine beliebte Anlaufstelle. Neben unserem Ehrenamtsprojekt, wollen wir nun mehr Angebote schaffen, die den Kontakt zwischen Einheimischen und (Neu-)Zugezogenen fördern und Begegnungen auf Augenhöhe ermöglichen. Ein besonderes Ziel ist es auch, mit einzelnen Veranstaltungen Menschen aus anderen Stadtteilen in die Südstadt zu "locken", um das negative Image dieses Stadtteils aufzuwerten. Angelaufen ist schon unsere Veranstaltung "101-Worte Fremdsprache als Geschenk" - Kontakte knüpfen über das Austauschen von Sprachkenntnissen. Mit dem Projekt "Bewegte Begegnungen" wollen wir durch Bewegung und Musik Menschen aus der Südstadt ansprechen. Über das gemeinsame Interesse an Musik/Tanz/Theater/Bewegung wird unbeschwertes Kennenlernen ermöglicht, zugleich entsteht durch Kooperation etwas Gemeinsames - ein Musikstück, eine Szene, ein kleiner Auftritt.... Neben und beim gemeinsamen Tun soll Raum für interkulturelle Gespräche und Austausch entstehen. Zwischen September und Dezember werden Veranstaltungen mit unterschiedlichem Schwerpunkt stattfinden: Tanzabende, Singen, Rhythmus, szenische Darstellung. Je nach Interessenlage der Teilnehmer*innen und Verfügbarkeit der Referent*innen wird es Blockveranstaltungen oder Veranstaltungsreihen geben. Mindestens eine Veranstaltung wird primär für Kinder sein, parallel wird es für die Eltern ein "Kommunikationscafé" geben. So erweitern wir unsere Zielgruppe und machen die Veranstaltungen insbesondere für Eltern niedrigschwelliger. Für die Veranstaltungen werden wir Referent*innen einladen. Unterstützt werden sie von unseren Mitarbeiterinnen des Stadtteilprojekts "Gemeinsam in der Südstadt". Diese werden die Veranstaltungen nutzen, um Bewohner*innen der Südstadt kennenzulernen, auf das neue Stadtteilprojekt aufmerksam zu machen und aktivierende Befragungen durchzuführen. Die Veranstaltungen "Bewegte Begegungen" können für die Teilnehmer*innen ein Start sein, sich aktiv am Geschehen im Stadtteil zu beteiligen. Die Veranstaltungen sollen auch dazu dienen, dem negativen Image des Quartiers nach Innen und Außen entgegenzuwirken. Hierfür werden wir Öffentlichkeitsarbeit machen, Abschlusspräsentationen und ein Abschlussplakat anfertigen.

Ausgangslage

Der Stadtteil wird seit mehr als 25 Jahren vorzugsweise von Migrant*innen und Familien, die von Transferleistungen leben, bewohnt. Es handelt sich um ein ehemaliges Soziale Stadt Gebiet. Die Werk-statt-Schule (WsS) ist seit ca. 15 Jahren in dem Quartier präsent. Vor ca. 10 Jahren fing die verantwortliche Immobilienfirma an, die Wohnsubstanz zu "entwohnen", es gab konkrete Pläne für den Rückbau der Hochhäuser, viele Wohnungen, Häuserblöcke und die drei großen Hochhäuser standen jahrelang leer, es herrschte eine geisterhafte Stimmung. Seit knapp einem Jahr werden die leerstehenden Wohnungen wieder bewohnt. Die Migrationsberatung berichtet, dass zahlreiche Geflüchtete in die Südstadt ziehen, nachdem sie zuvor über Zuweisung auf den Dörfern gelebt haben und nun in die Kreisstadt ziehen möchten. Außerdem ist zu beobachten, dass Student*innen aus dem ca. 30km entfernten Göttingen in der Südstadt günstigen Wohnraum gefunden haben und sich hier ansiedeln. Gleichzeitig haben einige (Groß-) Familien während der ganzen Zeit in der Südstadt gelebt und haben hier gefühltes "altes Hausrecht". Diese Nachbarschaft birgt Konfliktpotential aber auch Chancen. Mit zwei Mitarbeiter*innen bauen wir Gemeinwesenarbeit auf und möchten die Bewohner*innen unterstützen, die neue Phase des Viertels aktiv mitzugestalten. Das nun beantragte Projekt als vorurteilsabbauende Maßnahme kann einen guten Start des Aufbaus der Gemeinwesenarbeit im Quartier bilden und das friedliche Miteinander der Bewohner*innen fördern.

Ansatz und Methodik

Die Kontaktmaßnahmen finden im Rahmen des Projekts Gemeinsam in der Südstadt statt. Hier wird eine Anlaufstelle für alle Bewohner*innen des Viertels aufgebaut. Mit Methoden der Gemeinwesenarbeit sollen die Bewohner*innen aktiviert werden, ihr Stadtviertel mitzugestalten und die Lebens- und Wohnverhältnisse verbessert werden. Der Aufbau von GWA in der Südstadt Northeim hat im August 2019 begonnen. Die Kontaktmaßnahmen "Bewegte Begegnung" sollen als Initialveranstaltungen dienen, um in Kontakt mit den Bewohner*innen zu kommen, erste Gespräche zu Interessen und Bedarfslagen im Stadtviertel zu führen und zu motivieren weitere Veranstaltungen/Veränderungen im Viertel gemeinsam anzugehen.